Schroffe, einzigartige Felsformationen und eine endlose Graslandschaft, die Geschichten zu erzählen scheint. In nur einem Tag lässt sich überraschend viel im Badlands National Park erleben. Ich nehme dich mit zu diesem besonderen Ort in South Dakota.
Gut zu wissen vor dem Besuch
Der Badlands National Park liegt im Südwesten von South Dakota, etwa eine Autostunde östlich von Rapid City. Der beliebteste Abschnitt verläuft entlang des Badlands Loop State Scenic Byway (Highway 240) – eine etwa 60 Kilometer lange Panoramastraße, die die wichtigsten Aussichtspunkte miteinander verbindet.
Öffnungszeiten: Der Park ist ganzjährig und rund um die Uhr geöffnet.
Eintritt: Der Zugang kostet 30 US-Dollar pro Fahrzeug (gültig für 7 Tage, Stand: 2025). Wer mehrere US-Nationalparks besucht, sollte über den „America the Beautiful“-Pass (80 USD/Jahr) nachdenken.
Tipp: An besonders heißen Tagen sind Wasser, Kopfbedeckung und UV-Schutz unverzichtbar – schattige Plätze sind selten.
Guten Morgen von unserem Schlafplatz
Wir haben die Nacht ungestört unter einer alten Eisenbahnbrücke mitten in der Prärie verbracht, nur wenige Kilometer vor dem Badlands National Park. (Wenn du die genauen Koordinaten willst – schreibe mir gerne.) Schon von hier aus konnten wir die schroffen Silhouetten des Parks in der Ferne erkennen. Nach einem schnellen Frühstück ging es direkt in Richtung Parkeingang.
Bevor man den Park erreicht, kommt man am Badlands Ranch Store vorbei. Der unscheinbare Souvenirshop mit großem Parkplatz bietet eine kleine Sensation: Dutzende Präriehunde, die sich auf auf der Wiese tummeln. Man kann Futter (ungesalzte Erdnüsse) kaufen, sie füttern und beobachten. Die Tiere pfeifen, hüpfen und wirken sehr neugierig.
Los geht’s – Wir fahren in den Badlands National Park
Wir passieren die Northeast Entrance Station und starten unsere Tour. Nach wenigen Minuten erreichen wir den ersten Aussichtspunkt: Big Badlands Overlook. Ein Must-See gleich zu Beginn! Dieser Aussichtspunkt bietet einen der weitesten Panoramablicke über die zerklüfteten Formationen.
Du solltest beim Door Trail einen weiteren Stopp einlegen. Von dem Parkplatz aus führt ein kurzer Weg über einen Holzsteg. Am Ende dieses Stegs darf man frei zwischen den Felsformationen umhergehen. Das fühlt sich ein bisschen so an, als würde man auf dem Mond spazieren – nur staubiger.
Für Abenteuerlustige empfiehlt sich der Notch Trail. Er führt durch eine kleine Schlucht und dann eine Holzleiter hinauf, bis zu einem dramatischen Aussichtspunkt über das White River Valley.
Im Anschluss legen wir eine Pause im Ben Reifel Visitor Center ein. Hier erfahren wir, warum die Badlands so aussehen, wie sie aussehen, warum der Park voller Fossilien ist und wie sich das Leben in dieser kargen Landschaft über Millionen von Jahren entwickelt hat.
Weiter geht es zum Bigfoot Pass Overlook. Hier öffnet sich die Prärie in sanften Hügeln, und man bekommt ein Gefühl dafür, wie unendlich weit das Land einst war. Wenig später erreichen wir den Prairie Wind Overlook. Hier sieht man mit etwas Glück Tiere am Horizont, z. B. Büffel, Kojoten oder Antilopen. Auch die Prärie-Klapperschlange (Crotalus viridis) ist in den trockenen, felsigen Gebieten des Parks heimisch.
Ein weiterer spektakulärer Halt ist der Yellow Mounds Overlook, einer der farbenprächtigsten Stopps im Park. Die sanften Hügel in Gelb, Rosa, Grau und Violett sehen aus wie gemalt. Geologisch besonders interessant ist, dass hier Erdschichten zutage treten, die Millionen Jahre alt sind.
Ein etwas abseits gelegener, aber sehr lohnender Stopp ist die Quinn Road Prairie Dog Town, eine weitere große Kolonie von Präriehunden in freier Wildbahn. Dieser Stopp wird oft unterschätzt, zeigt aber viel vom Leben in der Prärie.
Zum krönenden Abschluss empfiehlt sich der Pinnacles Overlook. Von hier aus hat man fast einen 360-Grad-Blick über die schroffen Felsen und die flache Prärie. Nicht selten sieht man in der Ferne ein Bison, ganz ruhig und majestätisch – ein perfekter Moment zum Innehalten.
Unser Fazit: Der Badlands National Park lebt von seiner weitläufigen Landschaft und dem rauen Klima. Jeder Aussichtspunkt und jeder Trail eröffnet neue Perspektiven und die bietet die Chance, besondere Tiere wie Büffel, Präriehunde oder sogar Klapperschlangen zu beobachten. Nimm dir mindestens einen Tag Zeit, um den Park auf eigene Faust mit dem Auto zu erkunden. Vergiss dabei nicht, ausreichend Wasser und UV-Schutz mitzunehmen, denn gerade im Sommer kann es in der trockenen Hitze sehr schnell extrem werden.
Warst du schon einmal im Badlands National Park oder planst du eine Reise dorthin? Lass es uns in den Kommentaren wissen oder teile den Beitrag mit deinen liebsten Roadtrip-Buddies!
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