Kaum ein Nationalpark symbolisiert die Schönheit Kaliforniens so sehr wie der Yosemite National Park. Riesige Granitwände wie El Capitan und Half Dome, tosende Wasserfälle, versteckte Mammutbäume und malerische Täler machen ihn zu einem der meistbesuchten Nationalparks der USA. Hier findest du alles Wichtige zu Geschichte, Anreise, Highlights und Wanderungen:
Der Yosemite National Park wurde 1890 gegründet und zählt damit zu den ältesten Nationalparks der USA. Seine Wurzeln gehen jedoch noch weiter zurück: Bereits 1864 unterzeichnete Präsident Abraham Lincoln den „Yosemite Grant“, das erste Gesetz zum Schutz von Naturgebieten in den Vereinigten Staaten. Der Park liegt in der Sierra Nevada in Kalifornien und umfasst eine Fläche von rund 3.000 km².
2. Anreise & Eintrittspreise
Der Yosemite National Park befindet sich im Osten Kaliforniens, etwa auf halber Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles.
Parkeingänge
Arch Rock Entrance (Highway 140, Nähe Mariposa) – Hauptzugang zum Yosemite Valley
Big Oak Flat Entrance (Highway 120, aus Richtung San Francisco)
South Entrance (Highway 41, Nähe Oakhurst) – Zugang zu den Giant Sequoias in Mariposa Grove
Tioga Pass Entrance (Highway 120 von Osten, aus Richtung Lee Vining) – nur im Sommer geöffnet
Flughäfen in der Nähe
Fresno Yosemite International Airport (FAT) – ca. 1,5 Stunden Fahrt
San Francisco International Airport (SFO) – ca. 4 Stunden Fahrt
Oakland International Airport (OAK) – ca. 3,5 Stunden Fahrt
Reno-Tahoe International Airport (RNO) – ca. 4 Stunden Fahrt (für Anreise von Osten)
Eintrittspreise
Der Eintritt kostet aktuell $35 pro Fahrzeug (gültig für 7 Tage). Der America the Beautiful Pass wird akzeptiert.
3. Sehenswürdigkeiten im Park
Die besten Sehenswürdigkeiten sind:
Yosemite Valley – Herzstück des Parks mit berühmten Felsen, Wasserfällen und tollen Aussichtspunkten.
El Capitan – 900 m hohe Granitwand, Kletter-Mekka und eines der bekanntesten Symbole des Parks.
Half Dome – Halbrunde Granitkuppel, einer der spektakulärsten Felsen der Welt.
Yosemite Falls – Mit 739 m einer der höchsten Wasserfälle Nordamerikas.
Tunnel View – Panoramablick auf El Capitan, Half Dome und Bridalveil Fall – der ikonischste Ausblick.
Glacier Point – Atemberaubender Aussichtspunkt hoch über dem Yosemite Valley.
Mariposa Grove – Heimat von über 500 Riesenmammutbäumen, darunter der berühmte Grizzly Giant.
Tioga Road & Tuolumne Meadows – Hochgebirgslandschaft mit Seen, Wiesen und alpinen Gipfeln (nur im Sommer geöffnet).
Bridalveil Fall – Leicht zugänglicher Wasserfall, besonders im Frühling beeindruckend.
4. Wanderungen für 1–2 Tage im Yosemite National Park
Lower Yosemite Fall Trail
Länge: 1,6 km (Rundweg) | Schwierigkeitsgrad: Leicht
Ein kurzer Spaziergang zu den unteren Kaskaden der Yosemite Falls – perfekt für einen ersten Eindruck.
Mirror Lake Trail
Länge: 3–8 km (Hin- und Rückweg, je nach Variante) | Schwierigkeitsgrad: Leicht
Ein schöner Wanderweg entlang des Tenaya Creek mit Blick auf den Half Dome.
Mist Trail zu Vernal & Nevada Falls
Länge: 11 km (Hin- und Rückweg) | Schwierigkeitsgrad: Mittel–anspruchsvoll
Beliebte Wanderung entlang des Merced River, vorbei an tosenden Wasserfällen – spektakulär, aber anstrengend.
Glacier Point Trail (Sentinel Dome & Taft Point)
Länge: 3–4 km pro Trail | Schwierigkeitsgrad: Mittel
Zwei kurze Wanderungen mit einzigartigen Ausblicken über das Yosemite Valley und auf El Capitan.
Four Mile Trail
Länge: 14 km (Hin- und Rückweg) | Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll
Steiler Trail vom Yosemite Valley bis hoch nach Glacier Point – mit grandiosen Panoramen.
5. Infrastruktur, Öffnungszeiten & Übernachten
Öffnungszeiten
Der Park ist ganzjährig geöffnet, einige Bereiche wie der Tioga Pass oder Glacier Point Road sind jedoch nur im Sommer zugänglich. Das Visitor Center im Yosemite Village ist zentrale Anlaufstelle für Infos.
Essen
Im Yosemite Valley gibt es mehrere Restaurants, Cafés und Supermärkte. Außerhalb des Valleys solltest du dich mit Proviant eindecken.
Tanken
Tankstellen gibt es nur an wenigen Orten im Park (z. B. Crane Flat, El Portal). Am besten vorab volltanken.
Übernachten
Camping: Mehrere Campgrounds, die in der Hochsaison schnell ausgebucht sind (z. B. North Pines, Upper Pines).
Lodges: Ahwahnee Hotel (historisch & exklusiv), Yosemite Valley Lodge oder Curry Village (Cabins & Zelte).
Hotels & Motels: In Mariposa, Oakhurst oder Groveland gibt es viele Motels & Hotels.
Früh reservieren: Unterkünfte und Campingplätze sind Monate im Voraus ausgebucht.
Shuttle-Bus-System: Im Yosemite Valley kostenlos, um Parkplätze zu entlasten.
Ausrüstung: Bequeme Wanderschuhe, Sonnenschutz und viel Wasser mitnehmen.
Höhenmeter: Viele Trails sind anstrengender, als sie auf den ersten Blick wirken – plane genug Pausen ein.
Bären-Sicherheit: Lebensmittel am besten in Bärenboxen lagern.
Unser Fazit: Der Yosemite National Park ist ein Naturwunder, das jeder USA-Reisende einmal erlebt haben sollte. Er bietet mit den legendären Granitfelsen El Capitan und Half Dome, Wasserfällen, ruhigen Wäldern mit Mammutbäumen und Bergseen eine beeindruckende Vielfalt. Ob für einen Tagesausflug oder eine mehrtägige Erkundung: Yosemite ist zu Recht einer der beliebtesten Nationalparks der Welt.
Welchen Aussichtspunkt im Yosemite Valley würdest du als Erstes besuchen – Tunnel View oder Glacier Point? Teile den Beitrag mit deinen liebsten Roadtrip-Buddies & hinterlasse uns einen Kommentar!
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