Karoo National Park: Selbstfahrer-Guide, Routen & Tipps

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Der Karoo National Park gehört zu den unterschätztesten Nationalparks Südafrikas. Zwischen Johannesburg und Kapstadt gelegen, bietet er Halbwüstenlandschaft und überraschende Tierwelt. Besonders für Selbstfahrer auf der N1 ist der Park ideal als Zwischenstopp, um Natur, Tierbeobachtungen und Entschleunigung miteinander zu verbinden. In diesem Guide findest du alles, was du für einen Besuch im Karoo National Park wissen musst:

1. Lage & Überblick

Der Karoo National Park liegt in der Great Karoo, einer weitläufigen Halbwüstenregion im Herzen Südafrikas, direkt bei Beaufort West in der Western Cape Province.

Von Kapstadt erreichst du den Park nach etwa 4,5 bis 5 Stunden Fahrt, von Johannesburg aus sind es rund 9 bis 10 Stunden – ideal als Zwischenstopp auf einem Roadtrip durch Südafrika. Mit einer Fläche von etwa 75.000 Hektar ist der Park weitläufig, aber übersichtlich genug, um ihn auch mit begrenzter Zeit gut zu erkunden.

2. Geschichte & Hintergrund

Die Region war über Jahrhunderte von San-Völkern und Khoikhoi bewohnt, die sich perfekt an die kargen Bedingungen der Karoo angepasst hatten. Später wurde das Gebiet zunehmend landwirtschaftlich genutzt – vor allem für Schaf- und Ziegenzucht –, was langfristig zu Überweidung und ökologischen Schäden führte. Um die empfindliche Karoo-Landschaft zu schützen, wurde der Karoo National Park im Jahr 1979 gegründet. Heute ist der Park ein wichtiges Schutzgebiet.

3. Anreise & Eintrittspreise für Selbstfahrer

Der Karoo National Park ist einer der am einfachsten erreichbaren Nationalparks Südafrikas – besonders für Selbstfahrer. Durch seine Lage direkt an der N1 bei Beaufort West eignet er sich perfekt als entspannter Zwischenstopp auf der Route zwischen Johannesburg und Kapstadt:

  • Kapstadt → Karoo National Park: ca. 460–500 km, etwa 4,5–5 Stunden
  • Johannesburg → Karoo National Park: ca. 900–950 km, etwa 9–10 Stunden
  • Beaufort West → Parkeingang: ca. 5–10 Minuten
  • Für die Anreise ist wie überall in Südafrika kein 4×4 Fahrzeug nötig. Die Straßen im Park sind auch gut ausgebaut, wobei es einige 4×4 Loops gibt (unten im Text mehr dazu).
  • Tipp: Plane deine Ankunft am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, um die angenehmsten Temperaturen zu nutzen oder direkt mit einem organisierten Game Drive mitzufahren.

Eintrittsgebühren (Stand Januar 2026):

Die Eintrittsgebühren werden pro Person und pro Tag erhoben und direkt am Gate bezahlt (Barzahlung oder Karte möglich):

  • Internationale Besucher: ca. R325
  • Die Preise können sich ändern – prüfe vorab die SANParks Website.
  • Beim Eintritt erhältst du:
    • Parkkarte mit allen Routen, Picknickplätzen und Aussichtspunkten
    • Aktuelle Informationen zu Straßenzustand und Sichtungen
    • Hinweise zu Öffnungszeiten und Parkregeln

4. Gates & Öffnungszeiten

Der Karoo National Park ist übersichtlich aufgebaut und verfügt über einen zentralen Haupteingang. Nach dem Gate erreichst du zunächst das Rest Camp und das Besucherzentrum. Von dort aus verzweigen sich die verschiedenen Parkrouten in den unteren und den höher gelegenen Parkbereich. Das Maingate ist von 5 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten der Game-Area-Gates variieren je nach Monat und liegen zwischen 6 und 7 Uhr sowie 18 und 19 Uhr.

5. Die schönsten Routen & Sehenswürdigkeiten im Karoo National Park

Der Karoo National Park ist hervorragend für Self-Drive-Safaris geeignet. Anders als in klassischen Safari-Parks liegt der Fokus hier weniger auf „Jagd nach den Big Five“, sondern auf entspanntem Entdecken, Landschaft und besonderen Tierarten. Bei der Planung hat uns die offizielle Parkkarte geholfen.

Routen ohne 4×4 Fahrzeug:

  • Potlekkertjie Loop mit Klipspringer Pass:
    • Dauer: ca. 2–3 Stunden
    • Straßenbeschaffenheit: überwiegend Schotter, gut befahrbar
    • Highlights:
      • Serpentinenstraße in den oberen Parkbereich
      • Weite Ausblicke über die Karoo
      • Gute Chancen auf Bergzebras, Oryx-Antilopen, Straußen- sowie Greifvögel
  • Lammertjiesleegte:
    • Dauer: ca. 45 Minuten
    • Straßenbeschaffenheit: überwiegend Schotter, gut befahrbar
    • Highlights:
      • Abgelegener Parkbereich
      • Gute Chancen auf Schakale, Füchse und kleinere Raubtiere

Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkte & Picknickplätze:

  • Klipspringer Pass Viewpoint: Einer der besten Aussichtspunkte im Park mit weitem Blick über Ebenen und Berge – besonders beeindruckend bei klarer Sicht.
  • Doornhoek Picnic Site: Einer der wenigen Picknickplätze, an dem du aussteigen darfst. Tische, Toiletten und Schattenplätze vorhanden.
  • Fossil Trail (kurzer Spaziergang): Ein kurzer, lehrreicher Weg nahe des Rest Camps, der Einblicke in die prähistorische Vergangenheit der Karoo gibt.

Tierwelt – was du realistisch sehen kannst:

  • Springböcke
  • Oryx-Antilopen
  • Kapbergzebras
  • Chacma-Paviane
  • Erdmännchen
  • Schwarzrückenschakale
  • Füchse
  • Strauße
  • Zahlreiche Greifvögel
  • Löwen (im ausgewiesenen Schutzgebiet des Parks, mit Glück bei Game Drives)

6. Übernachtung vor Ort & in der Umgebung

Der Karoo National Park bietet sowohl Unterkünfte direkt im Park als auch zahlreiche preiswerte und praktische Optionen in Beaufort West.

Übernachten direkt im Karoo National Park:

  • Karoo Rest Camp: ideal, wenn du maximale Zeit im Park verbringen möchtest.
    • Stil: Funktional, ruhig, naturnah
    • Lage: Direkt im Park, nahe des Besucherzentrums
    • Unterkünfte: Chalets, Familienbungalows und Cottages

Übernachten in Beaufort West & Umgebung:

  • Gästehäuser & B&Bs: große Auswahl, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wie z. B.:
    • Die Herehuis Guesthouse:
      • Stil: charmant, historisch‑elegant
      • Lage: zentral in Beaufort West, nur etwa 6–7 km vom Karoo National Park entfernt
      • Extras: Garten, Klimaanlage, kostenloses WLAN, sichere Parkplätze

7. Infrastruktur & Verpflegung in der Karoo

Infrastruktur im Park:

Im Bereich des Rest Camps findest du die wichtigste Infrastruktur des Parks:

  • Besucherzentrum mit aktuellen Infos zu Routen und Straßenzustand
  • Tankstelle (nur für Übernachtungsgäste im Park)
  • Kleiner Shop mit Snacks, Getränken, Eis, Souvenirs und Grundbedarf
  • Pool zur Abkühlung an heißen Tagen
  • Picknickbereiche mit Toiletten an ausgewiesenen Stellen

Abseits des Rest Camps gibt es keine weitere Infrastruktur – keine Tankstellen, keine Shops, keine Restaurants.

Versorgung außerhalb des Parks:

In Beaufort West findest du alles, was du brauchst:

  • Große Supermärkte
  • Tankstellen
  • Cafés & Restaurants
  • Apotheken und Banken
  • Tipp: Vor der Einfahrt in den Park vollständig auftanken und einkaufen, besonders wenn du mehrere Stunden unterwegs sein oder im Park übernachten möchtest.

8. Beste Reisezeit

Der Karoo National Park kann ganzjährig besucht werden, allerdings unterscheiden sich die Bedingungen je nach Jahreszeit.

Die Monate von Mai bis September gelten als beste Reisezeit:

  • Angenehme, milde Temperaturen tagsüber, kaum Niederschläge
  • Weniger Vegetation → Tiere sind leichter zu entdecken
  • Tagsüber liegen die Temperaturen meist zwischen 18 und 25 Grad Celsius, nachts kann es – besonders im südafrikanischen Winter (Juni/Juli) – kühl werden.

Der südafrikanische Sommer eignet sich vor allem für Reisende, die mit Hitze gut umgehen können:

  • Sehr heiße Temperaturen, oft über 35–40 Grad Celsius
  • Landschaft zeigt sich grüner, weitläufig und fotogen

9. Vorbereitung & Check für Selbstfahrer im Karoo National Park

Vor der Anreise:

  • Unterkunft buchen
  • Route und Fahrzeiten zum Nationalpark realistisch planen (weite Strecken)
  • Mietwagen checken:
    • Volltanken in Beaufort West
    • Reifen, Ersatzrad, Wagenheber prüfen
    • Klimaanlage & Kühlwasser kontrollieren

Ausrüstung & Essentials:

  • Trinkwasser (mindestens 2–3 Liter pro Person), Snacks
  • Sonnenhut, Sonnencreme, Sonnenbrille
  • Kamera mit Zoomobjektiv + Fernglas
  • Leichte Kleidung für tagsüber, wärmere Schicht für morgens & abends
  • Offline-Karten z. B. Google Maps

Im Park beachten:

  • Geschwindigkeit einhalten (max. 40 km/h)
  • Nur an ausgewiesenen Stellen aussteigen

Unser Fazit: Statt dichter Tieransammlungen erwarten dich weite Landschaften und seltene Wüstentiere, eingebettet in eine der ursprünglichsten Regionen Südafrikas. Als Zwischenstopp auf der Route zwischen Johannesburg und Kapstadt ein besonderes Highlight.

Wann geht es für dich in den Karoo National Park oder warst du bereits dort?
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Julia von Wonders and Waves

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