Sardinien ist eine Welt für sich mit Karibikstränden, Bergen, Küstenstraßen, archäologischen Stätten und versteckten Buchten. Wer zwei Wochen Zeit mitbringt, kann die Insel wunderbar auf einer Rundreise erleben. Ich stelle dir eine 14-tägige Route ab Olbia vor. Sie führt dich gegen den Uhrzeigersinn einmal um die Insel – mit Stopps an der Nord-, West-, Süd- und Ostküste. Ideal, wenn du in Olbia landest (per Flug oder Fähre), und alle Facetten Sardiniens erleben willst.
- Die Route im Überblick
- Tag 1–4: Die Nordküste – Stil & Strände
- Tag 5–7: Die Westküste – Natur, Kultur & Weite
- Tag 8–10: Die Südküste – Geschichte & Genuss
- Tag 11–14: Die Ostküste – Abenteuer & versteckte Buchten
- Interaktive Karte mit allen Highlights
- Praktische Tipps für deine Rundreise
Die Route im Überblick
| Etappen | Region | Tage |
|---|---|---|
| Olbia → Stintino | Nordküste | 1-4 |
| Alghero → Costa Iglesiente | Westküste | 5-7 |
| Portoscuso → Costa Rei | Südküste | 8–10 |
| Tortolì → Olbia | Ostküste | 11–14 |
Tag 1–4: Die Nordküste – Stil & Strände
Startpunkt: Olbia
Die Hafenstadt Olbia ist gut angebunden und ideal, um direkt loszulegen. Die ersten Tage verbringst du an der Costa Smeralda – bekannt für türkisblaues Wasser, elegante Orte wie Porto Cervo und kleine Buchten bei San Pantaleo. Ein Tagesausflug zu den La-Maddalena-Inseln ab Palau ist ein absolutes Highlight.
Weiter geht es Richtung Santa Teresa Gallura bis ans Capo Testa zu beeindruckenden Felslandschaften. Du folgst der Küstenstraße zur Costa Paradiso mit spektakulären Ausblicken und erreichst bald Castelsardo, ein mittelalterliches Städtchen mit Burgpanorama. Zum Abschluss der Nordseite fährst du zum Traumstrand Spiaggia della Pelosa bei Stintino.
- Highlights: Costa Smeralda, La Maddalena, Costa Paradiso, Spiaggia della Pelosa
- Übernachtung: 3-4 Nächte rund um Palau, Santa Teresa oder Isola Rossa
Lesetipp: Der Norden Sardiniens: Von der Costa Smeralda zur Costa Paradiso
Tag 5–7: Die Westküste – Natur, Kultur & Weite
Beginne deine Erkundung der Westküste in Alghero. Die charmante Altstadt mit ihren spanischen Einflüssen, weitläufige Strände und ein Ausflug zur Grotta di Nettuno bieten den perfekten Auftakt. Über die panoramareiche Küstenstraße von Alghero nach Bosa geht es weiter nach Süden – mit traumhaften Ausblicken entlang der Strecke.
Die Route führt dich anschließend auf die Sinis-Halbinsel, wo fast menschenleere Strände wie Is Arutas zum Spazieren einladen. In Tharros kannst du antike Ruinen direkt am Meer entdecken, während in Cabras oft Flamingos durch die Lagunen ziehen.
An Tag 7 wartet die wilde Costa Verde mit beeindruckenden Dünenlandschaften wie Piscinas – oder du fährst weiter an die felsige Costa Iglesiente, wo dramatische Küstenabschnitte und ehemalige Bergbauorte spannende Kontraste bilden.
- Highlights: Alghero, Grotta di Nettuno, Sinis, Costa Verde, Costa Iglesiente
- Übernachtung: 1-2 Nächte Alghero, 1-2 Nächte Sinis/Oristano
Lesetipp: Sardiniens wilde Westküste: Die Highlights von Alghero bis Costa Iglesiente
Tag 8–10: Die Südküste – Geschichte & Genuss
Weiter geht es Richtung Inselhauptstadt Cagliari – doch vorher lohnt sich ein Abstecher zu den Traumstränden rund um das Capo Spartivento. Glasklares Wasser und einsame Buchten machen diese Etappe besonders reizvoll. Bevor du Cagliari erreichst, solltest du unbedingt auch einen Stopp an der archäologischen Stätte von Nora einlegen – direkt am Meer gelegen und voller Geschichte.
Die Hauptstadt selbst verdient einen ganzen Tag: Entdecke das historische Castello-Viertel, beobachte Flamingos im Parco di Molentargius und genieße die Atmosphäre an den kilometerlangen Stadtstränden.
Zum Abschluss dieser Etappe erwarten dich 1–2 entspannte Strandtage an der Südostküste. Zwischen Mari Pintau und der Costa Rei findest du einige der schönsten Strände Sardiniens – ideal zum Baden, Sonnen und Abschalten.
- Highlights: Capo Spartivento, Nora, Cagliari, Mari Pintau, Costa Rei
- Übernachtung: 1-2 Nächte Portoscuso/Capo Spartivento/Cagliari, 1-2 Nächte Costa Rei
Lesetipp: Sardiniens Südküste erleben: Strände & Kultur von Portoscuso bis Costa Rei
Tag 11–14: Die Ostküste – Abenteuer & versteckte Buchten
Vom südlichen Teil der Ostküste führt dich die Route nordwärts in Richtung Tortolì. Unterwegs lohnt sich ein kultureller Zwischenstopp an der Burgruine Castello di Quirra, von der du eine fantastische Aussicht genießt. Außerdem laden Strände wie Cala Sa Figu oder die beliebte Spiaggia di Cea zu einer Badepause ein.
Von Tortolì oder dem höher gelegenen Baunei aus kannst du einige der spektakulärsten Naturhighlights Sardiniens entdecken: Die gewaltige Schlucht Gola Gorropu, eine der tiefsten Europas, sowie die einsame Hochebene Golgo mit uralten Hirtenpfaden. Wenn du lieber ans Meer willst: Wie wäre es mit einer Wanderung zur berühmten Cala Goloritzé? Oder mit einem Bootsausflug zu den Traumstränden Cala Mariolu, Cala Luna oder Cala Sisine?
Zum Abschluss deiner Reise wird es noch einmal entspannt: San Teodoro ist der perfekte Ort, um die letzten Stunden zu genießen – sei es beim Baden an der weitläufigen Spiaggia La Cinta oder bei einer kleinen Wanderung im nahegelegenen Monte Nieddu-Gebiet.
- Highlights: Spiaggia di Cea, Gola Gorropu, Cala Goloritzé, San Teodoro
- Übernachtung: 1-2 Nächte Tortolì/Baunei, 1-2 Nächte San Teodoro
Lesetipp: Sardiniens Ostküste entdecken: Highlights & Reiseroute von Olbia bis Capo Ferrato
Interaktive Karte mit allen Highlights
Alle Etappen und Highlights findest du auch in der interaktiven Sardinien-Karte – ideal für deine Reiseplanung:
Praktische Tipps für deine Rundreise
- Eigenes Auto oder Mietwagen: Absolut empfehlenswert – du bist flexibel & unabhängig
- Straßen: Küstenrouten oft kurvig, aber wunderschön – Zeit einplanen
- Reisezeit: Mai–Juni oder September–Oktober sind ideal (weniger los, angenehme Temperaturen)
- Unterkünfte: Mix aus Agriturismo, B&Bs und kleinen Hotels bringt Abwechslung
- Navigation: Offline-Karten oder Google Maps
Unser Fazit: Diese 14-tägige Sardinien-Rundreise ab Olbia bringt dich einmal um die Insel – mit Stopps an den eindrucksvollsten Küsten, in charmanten Orten und einsamen Naturkulissen. Sie ist perfekt für alle, die Abwechslung lieben und viel entdecken möchten – vom mondänen Norden bis zur wilden Ostküste.
Tipp: Du kannst diese Route auch problemlos mit Start in Cagliari fahren – einfach im Uhrzeigersinn. So entdeckst du die Insel genauso abwechslungsreich, nur mit anderer Reihenfolge.


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