Wilde Schönheit Sardinien: 10 einzigartige Naturhighlights

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Sardinien ist für viele ein Synonym für traumhafte Strände, glasklares Wasser und italienisches Dolce Vita. Doch wer glaubt, die Insel habe nur Badeurlaub zu bieten, liegt weit daneben. Abseits der Küsten erwarten dich Schluchten, Höhlen, Felsformationen und uralte Siedlungen. Hier stellen wir dir zehn Naturwunder auf Sardinien vor:

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1. Gola Su Gorropu – Der Grand Canyon Europas

Die Schlucht Su Gorropu im Osten Sardiniens gehört zu den steilsten Europas: Bis zu 500 Meter ragen die senkrechten Felswände in die Höhe. Der 6 Kilometer lange Wanderweg dorthin führt abwechslungsreich durch schattige Wälder, am Fluss entlang und vorbei an idyllischen Picknickplätzen. Am Eingang erwartet dich eine kurze Einweisung und eine Eintrittsgebühr. Die Schlucht ist in drei Schwierigkeitsgrade eingeteilt: Grün für fast alle Wanderer geeignet, Gelb mit Kletterpassagen über Felsblöcke und Rot als technisch anspruchsvoller Abschnitt – ein echtes Abenteuer für alle Mutigen!

2. Grotta di Nettuno – Unterirdisches Wunder bei Alghero

Nur 25 Kilometer von Alghero entfernt liegt die Grotta di Nettuno, eine der spektakulärsten Tropfsteinhöhlen Italiens. Direkt an der Steilküste von Capo Caccia findest du sie – erreichbar per Boot oder über die beeindruckende „Escala del Cabirol“, eine Treppe mit 654 Stufen, die in den Fels gehauen wurde. Im Inneren erwarten dich riesige Hallen voller Stalaktiten, ein geheimnisvoller unterirdischer See und eine atemberaubende Atmosphäre.

3. Cala Goloritzé – Eine Postkarte wird lebendig

Diese kleine Bucht ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar – und das aus gutem Grund. Hier erwartet dich ein wahres Naturparadies mit kristallklarem Wasser, einem weißen Kiesstrand und einem markanten Kalksteinbogen. Die Felsspitze Punta Caroddi ragt majestätisch über der Bucht auf und lockt Kletterfans an. Die Wanderung hin und zurück beträgt etwa 7 Kilometer und dauert rund 3,5 Stunden. Die Mühe lohnt sich: Im glasklaren Wasser kannst du dich herrlich erfrischen und die spektakuläre Kulisse genießen.

4. Su Sterru – Das geheimnisvolle Loch von Golgo

Im Hochland von Su Golgo, nahe Baunei, liegt ein faszinierendes Naturphänomen: Su Sterru, auch „Il Golgo“ genannt, ist ein senkrechtes Erdloch von rund 270 Metern Tiefe – einer der tiefsten Schächte Europas. Vom Aussichtspunkt am Parkplatz kannst du in den scheinbar bodenlosen Abgrund blicken, der von Bäumen und Felsen umrahmt wird. Der Schacht ist gesichert und nicht direkt zugänglich, doch der kurze Weg zum Zaun lohnt sich allein wegen des beeindruckenden Ausblicks.

5. Su Nuraxi di Barumini – Sardiniens prähistorisches Herz

Etwa in der geografischen Mitte der Insel liegt Su Nuraxi di Barumini, die bedeutendste und am besten erhaltene Nuraghenanlage Sardiniens – ein archäologisches Highlight, das tief in der Natur verwurzelt ist. Die Anlage wurde um 1500 v. Chr. erbaut und besteht aus einem zentralen Turm (Nuraghe), mehreren kleineren Türmen und einer umliegenden Siedlung. Alles aus riesigen Basaltsteinen errichtet, ohne Mörtel, aber mit ausgeklügelter Technik.

6. Dünen von Piscinas – Sardiniens Wüste

Im Südwesten der Insel liegt ein unerwartetes Naturphänomen: bis zu 60 Meter hohe Wanderdünen, die von der Meeresbrise geformt werden. Die Dünen von Piscinas gehören zu den höchsten Europas. Umgeben von einsamer Küste, verlassener Bergwerksarchitektur und wilden Eseln, ist dieser Ort fast surreal.

7. Parco Nazionale dell’Arcipelago di La Maddalena – Inseln wie aus dem Bilderbuch

Vor der Nordküste Sardiniens liegt dieser Nationalpark, ein Archipel aus über 60 Inseln. Smaragdgrünes Wasser, weiße Granitstrände und eine fast karibische Stimmung machen diesen Ort einzigartig. Besonders die Inseln Spargi, Budelli (mit dem rosa Sandstrand) und Caprera (mit Wanderwegen durch Pinienwälder) sind ein Highlight.

8. Tiscali-Höhle – Rätsel der Vergangenheit

Tief im Supramonte-Massiv verbirgt sich die Höhle von Tiscali – oder besser gesagt: ein eingestürzter Karstkrater, in dem sich die Reste einer prähistorischen Siedlung befinden. Nur über anspruchsvolle Wanderwege erreichbar, bietet dieser Ort eine Mischung aus archäologischer Faszination und beeindruckender Naturkulisse.

9. Asinara Nationalpark – Das Inselparadies der wilden Esel

Die Insel Asinara im Norden Sardiniens ist ein geschütztes Naturparadies, nur eine kurze Bootsfahrt von der Küste entfernt. Berühmt ist sie für ihre frei lebenden weißen Esel, die einst in Gefangenschaft lebten und heute das Symbol für die wilde Natur der Insel sind. Asinara besticht mit mediterranen Wäldern, schroffen Klippen und einsamen Buchten mit kristallklarem Wasser. Da motorisierte Fahrzeuge verboten sind, erkundest du die Insel am besten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder bei geführten Touren – ein authentisches Naturerlebnis pur.

10. Parco di Molentargius – Das Flamingo-Paradies vor Cagliari

Nur wenige Kilometer von Cagliaris Zentrum entfernt liegt der Parco Naturale Molentargius-Saline, ein einzigartiges Gebiet mit Salzwiesen, Lagunen und Teichen. Der Park ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Vogelarten, darunter eine der größten Flamingo-Kolonien Europas.

Bildergalerie 10 einzigartige Naturhighlights

Unser Fazit: Ob Schluchtenwanderung, Höhlenabenteuer oder einsame Dünenlandschaft – Sardinien überrascht mit einer Vielfalt, die man der beliebten Urlaubsinsel auf den ersten Blick nicht zutraut. Wer bereit ist, ein wenig abseits der ausgetretenen Pfade zu gehen, wird mit unvergesslichen Naturerlebnissen belohnt. Pack die Wanderschuhe ein – Sardinien wartet auf dich!

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Julia von Wonders and Waves

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