Nationalparks gehören zu den eindrucksvollsten Reisezielen der Welt. Nicht jeder spektakuläre Nationalpark steht jedoch auf den klassischen Bucket Lists. Abseits von Yellowstone oder Banff warten weltweit Naturparadiese, die Roadtrip-Reisende mit außergewöhnlichen Landschaften, faszinierender Tierwelt und echten Abenteuergefühlen belohnen. In diesem zweiten Teil unserer Serie nehmen wir dich mit zu den singenden Dünen Kasachstans, an die wilde Küste Südafrikas, in die Bergwelten Zentralasiens und zu einigen der beeindruckendsten Nationalparks Nord- und Mittelamerikas.
1. Altyn Emel National Park (Kasachstan)

Singende Dünen, bunte Berge und endlose Steppe
Der Altyn Emel National Park gehört zu den faszinierendsten Naturwundern Kasachstans und ist gleichzeitig einer der am wenigsten besuchten Nationalparks der Welt. Rund 250 Kilometer nordöstlich von Almaty erstreckt sich eine Landschaft aus Halbwüste, farbenfrohen Gebirgsformationen und endloser Steppe. Gerade für Roadtrip-Reisende macht die Abgeschiedenheit den besonderen Reiz aus: Hier begegnet man oft stundenlang keinem anderen Fahrzeug.
Highlights auf einen Blick:
- Berühmte Singende Düne mit etwa 150 m Höhe erzeugt ein tiefes Brummen
- Farbenfrohe Aktau- und Katutau-Berge
- Kaum Touristen und viel Abenteuergefühl
- Heimat von Gazellen, Wildpferden und Steinadlern
- Perfekt als Roadtrip-Stopp ab Almaty
- Ideale Kombination mit Charyn Canyon und Kolsai Lakes
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2. Kolsai Lakes National Park (Kasachstan)

Die „Perlen des Tien-Shan“ inmitten spektakulärer Berglandschaften
Türkisblaues Wasser, dichte Nadelwälder und schneebedeckte Gipfel machen die Kolsai Lakes zu einem der schönsten Naturziele Kasachstans. Der Nationalpark liegt nahe der kirgisischen Grenze und bietet eine völlig andere Landschaft als die Wüstenregionen des Landes. Gerade deshalb ergänzen sich Kolsai Lakes und Altyn Emel hervorragend auf einer Rundreise.
Highlights auf einen Blick:
- Drei spektakuläre Bergseen im Tien-Shan
- Intensiv türkisfarbenes Wasser
- Wanderungen für jedes Niveau
- Kaindy Lake mit versunkenem Wald
- Perfekt für 1–2 Übernachtungen
- Traumhafte Kombination aus Roadtrip und Outdoor-Abenteuer
Passenden Guide entdecken: Kolsai Lakes National Park: Dein kompletter Guide für Saty & Umgebung
3. De Hoop Nature Reserve (Südafrika)

Wale, Dünen und eine der schönsten Küsten Südafrikas
Das De Hoop Nature Reserve zählt zu den versteckten Naturjuwelen Südafrikas. Zwischen Kapstadt und der Garden Route gelegen, erwartet Besucher eine beeindruckende Mischung aus weißen Dünen, einsamen Stränden und artenreicher Fynbos-Vegetation. Besonders bekannt ist De Hoop für die Walbeobachtung. Zwischen August und November lassen sich Südkaper-Wale oft direkt von den Aussichtspunkten an der Küste beobachten. Dazu kommen Bonteböcke, Kap-Bergzebras, Strauße und über 260 Vogelarten.
Highlights auf einen Blick:
- Einer der besten Orte zur Walbeobachtung vom Land aus
- Traumhafte Küstenlandschaften und Dünen
- Teil des artenreichen Cape Floral Kingdom
- Bonteböcke, Zebras und zahlreiche Vogelarten
- Perfekt als Stopp zwischen Kapstadt und Garden Route
- Ideal für Naturfotografen und Ruhesuchende
Passenden Guide entdecken: De Hoop Nature Reserve: Selbstfahrer-Guide, Routen & Tipps
4. Karoo National Park (Südafrika)

Südafrikas unterschätzte Halbwüste voller Überraschungen
Der Karoo National Park beweist, dass Safari nicht immer grüne Savannen und große Elefantenherden bedeuten muss. Mitten in der Great Karoo gelegen, eröffnet sich eine faszinierende Halbwüstenlandschaft mit weiten Ebenen, Tafelbergen und einer überraschend vielfältigen Tierwelt. Besonders für Selbstfahrer eignet sich der Park hervorragend. Die Straßen sind gut ausgebaut und führen zu spektakulären Aussichtspunkten wie dem Klipspringer Pass.
Highlights auf einen Blick:
- Weite Halbwüstenlandschaften der Great Karoo
- Spektakuläre Aussichtspunkte und Panoramastraßen
- Gute Chancen auf Oryx-Antilope, Kap-Bergzebras und Chacma-Paviane
- Ideal für Self-Drive-Safaris
- Weniger besucht als viele andere Parks
- Perfekter Zwischenstopp auf der N1
Passenden Guide entdecken: Karoo National Park: Selbstfahrer-Guide, Routen & Tipps
5. Pilanesberg National Park (Südafrika)

Big-Five-Safari ohne Inlandsflug
Wer von Johannesburg aus eine Safari erleben möchte, findet im Pilanesberg National Park eine der besten Möglichkeiten Südafrikas. Der Park liegt in einem uralten Vulkankrater und kombiniert abwechslungsreiche Landschaften mit hervorragenden Chancen auf Wildtierbeobachtungen.
Highlights auf einen Blick:
- Big-Five-Safari nahe Johannesburg
- Malariafreies Safari-Gebiet
- Hervorragend für Selbstfahrer geeignet
- Hohe Chancen auf Elefanten und Nashörner
- Spektakuläre Landschaft im Vulkankrater
- Ideal für 1–2 Tage Safari
Passenden Guide entdecken: Pilanesberg National Park: Selbstfahrer-Guide, Routen & Unterkünfte
6. Sequoia National Park (USA)

Heimat der größten Bäume der Erde
Der 1890 gegründete Park in den Bergen Kaliforniens schützt die größten Bäume der Welt nach Volumen, allen voran den General Sherman Tree mit knapp 84 Metern Höhe und über 2.000 Jahren Lebensgeschichte. Doch der Park bietet weit mehr als nur Bäume: Tiefe Schluchten, alpine Seen, der mächtige Tokopah Wasserfall und die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada machen jeden Roadtrip-Stopp hier zu einem Erlebnis.
Highlights auf einen Blick:
- Heimat des General Sherman Tree – größter Baum der Welt nach Volumen
- Hunderte Mammutbäume über 2.000 Jahre alt im Giant Forest
- Moro Rock: Panoramablick über die Sierra Nevada nach 350 Stufen
- Tokopah Falls: einer der höchsten Wasserfälle der Sierra Nevada
- Ideal kombinierbar mit dem Kings Canyon National Park
- Perfekter Stopp auf einem Kalifornien-Roadtrip
Passenden Guide entdecken: Sequoia National Park in Kalifornien: Mammutbäume, Wanderungen & Reisetipps
7. Canyonlands National Park (USA)

Canyons, Felsnadeln und endlose Weite
Wer den Arches National Park besucht, sollte nur wenige Kilometer weiter fahren – denn der Canyonlands National Park ist mindestens genauso spektakulär, aber deutlich ruhiger. Die vom Colorado und Green River über Jahrmillionen in den roten Sandstein geschnittene Landschaft teilt sich in drei völlig unterschiedliche Bereiche auf: Island in the Sky bietet atemberaubende Panoramablicke vom Plateau aus, The Needles begeistert mit bunten Felsnadeln und engen Canyons, und The Maze gilt als eine der entlegensten und anspruchsvollsten Wildnisregionen der gesamten USA.
Highlights auf einen Blick:
- Drei völlig unterschiedliche Parkbereiche: Island in the Sky, The Needles & The Maze
- Mesa Arch – eines der ikonischsten Fotomotive des amerikanischen Westens
- Grand View Point mit Panoramablick auf Colorado und Green River
- Rafting- und Kanutouren auf dem Colorado River möglich
- Deutlich weniger Besucher als der benachbarte Arches National Park
- Ideale Kombination mit Arches, Moab und dem restlichen Utah-Roadtrip
Passenden Guide entdecken: Canyonlands National Park in Utah: Wanderungen, Aussichtspunkte & Reisetipps
8. Tortuguero National Park (Costa Rica)

Meeresschildkröten, Dschungelkanäle und karibisches Flair – nur per Boot erreichbar
Schon die Anreise zum Tortuguero National Park ist ein Erlebnis für sich: Nur per Boot oder Kleinflugzeug gelangt man an die abgelegene Karibikküste Costa Ricas – und genau das macht diesen Park so besonders. Auf über 31.000 Hektar erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem aus Regenwäldern, Mangrovensümpfen, Lagunen und einsamen Sandstränden. Tortuguero ist weltweit einer der bedeutendsten Nistplätze für Meeresschildkröten, besonders der Grünen Meeresschildkröte – zwischen Juli und Oktober lässt sich die nächtliche Eiablage am Strand hautnah miterleben. Tagsüber gleitet man per Kajak durch stille Wasserkanäle, beobachtet Faultiere, Kaimane und über 300 Vogelarten. Das autofreie Dorf Tortuguero am Rand des Parks rundet das Erlebnis mit karibischem Charme ab.
Highlights auf einen Blick:
- Einer der wichtigsten Nistplätze für Meeresschildkröten weltweit
- Nur per Boot oder Kleinflugzeug erreichbar – Abenteuer ab der Anreise
- Kajak- und Bootstouren durch stille Dschungelkanäle
- Faultiere, Kaimane, Affen & über 300 Vogelarten
- Autofreies Dorf mit karibischer Atmosphäre
- Perfekte Ergänzung zu einem Costa Rica-Roadtrip an der Karibikküste
Passenden Guide entdecken: Tortuguero Nationalpark in Costa Rica: Paradies für Naturliebhaber
9. Manuel Antonio National Park (Costa Rica)

Weißer Sand, smaragdgrünes Wasser und Affen in den Baumwipfeln
Der Manuel Antonio National Park gehört zu den beliebtesten Naturzielen ganz Costa Ricas – und das zu Recht. Auf nur 16 Quadratkilometern vereint er dichten Regenwald, traumhafte Strände und eine beeindruckende Tierwelt, die man in dieser Dichte kaum anderswo erlebt. Faultiere hängen in den Ästen, Kapuziner- und Brüllaffen springen durch die Baumkronen, und Leguane schlendern unbeeindruckt über den Sand.
Highlights auf einen Blick:
- Traumhafte Strände direkt im Nationalpark, darunter Playa Manuel Antonio
- Kapuzineraffen, Faultiere, Brüllaffen & Leguane hautnah erleben
- Gut ausgebaute Wanderwege, wie der Sendero Punta Catedral mit Küstenpanoramen
- Geführte Touren für Wildlife-Beobachtungen empfehlenswert
- Ideale Basis im nahegelegenen Quepos
- Perfekter Stopp auf einem Costa Rica-Roadtrip entlang der Pazifikküste
Passenden Guide entdecken: Manuel Antonio Nationalpark: Tipps für deinen Besuch
10. Great Sand Dunes National Park (USA)

Nordamerikas höchste Sanddünen vor einer Kulisse aus schneebedeckten Bergen
Riesige Sanddünen – bis zu 230 Meter hoch – erheben sich mitten in Colorado, eingerahmt von den schneebedeckten Sangre-de-Cristo-Bergen. Das Ergebnis eines jahrtausendealten Wind- und Wasserprozesses wirkt fast unwirklich. Dabei ist der Park noch längst kein Massentouristenziel – wer hierher kommt, erlebt Natur in ihrer ursprünglichsten Form: weite Stille, endlose Sandlandschaften und ein Himmel, der nachts zu den sternklarsten der USA zählt. Wer morgens früh aufbricht, kann barfuß die kühlen Dünen erklimmen, bevor die Sonne den Sand aufheizt. Der Park liegt im Süden Colorados und lässt sich hervorragend als ungewöhnlicher Zwischenstopp auf einem Rocky-Mountain-Roadtrip einplanen.
Highlights auf einen Blick:
- Höchste Sanddünen Nordamerikas (bis zu 230 Meter)
- Einzigartiges Landschaftsbild: Dünen vor Bergkulisse
- Kaum Massentourismus – ursprüngliche Natur pur
- Einer der besten Sternenhimmel der USA
- Camping direkt am Fuß der Dünen möglich
- Idealer Geheimtipp-Stopp auf einem Colorado-Roadtrip
Passenden Guide entdecken: Der Great Sand Dunes National Park – Ein einzigartiges Naturerlebnis im Herzen Colorados
Vergleich: Welcher Nationalpark passt zu dir?
| Nationalpark | Land | Highlight | Aufenthalt |
| Altyn Emel | Kasachstan | Singende Düne & Aktau-Berge | 1–2 Tage |
| Kolsai Lakes | Kasachstan | Türkisblaue Bergseen & Kaindy Lake | 1–2 Tage |
| De Hoop Nature Reserve | Südafrika | Walbeobachtung & Küstenlandschaft | 1 Tag |
| Karoo National Park | Südafrika | Halbwüste & Panoramastraßen | 1 Tag |
| Pilanesberg | Südafrika | Big Five im Vulkankrater | 1–2 Tage |
| Sequoia | USA | Größte Bäume der Welt | 2–3 Tage |
| Canyonlands | USA | Canyons & Mesa Arch | 1 Tag |
| Tortuguero | Costa Rica | Meeresschildkröten & Dschungelkanäle | 1–2 Tage |
| Manuel Antonio | Costa Rica | Strände & Affenwelt im Regenwald | 1–2 Tage |
| Great Sand Dunes | USA | Höchste Sanddünen Nordamerikas | 1 Tag |
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Unser Fazit: Jeder dieser Orte bietet seinen eigenen Charakter – sei es die Tierwelt im Pilanesberg National Park, die türkisfarbenen Kolsai-Seen, die gewaltigen Sanddünen Colorados oder die tropischen Regenwälder Costa Ricas. Wer gerne individuell reist und Natur hautnah erleben möchte, findet hier jede Menge Inspiration für die nächste große Reise. Vielleicht landet ja einer dieser Nationalparks schon bald auf deiner persönlichen Roadtrip-Bucket-List.


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