Ohridsee Sehenswürdigkeiten: Die 7 schönsten Orte am See

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Der Ohridsee gehört zu den ältesten Seen Europas und ist gemeinsam mit der Altstadt von Ohrid UNESCO-Weltkulturerbe. Rund um das Ufer verteilen sich Klippenkirchen, versteckte Höhlenklöster und archäologische Fundstätten, die sich auch abseits der Stadt Ohrid selbst lohnen. Wir haben die schönsten Sehenswürdigkeiten am See besucht und die aktuellen Infos zu Öffnungszeiten und Eintritt zusamengestellt:

1. Altstadt Ohrid & Zarin-Samuil-Festung

Die auf zwei Hügeln gelegene Altstadt von Ohrid gehört seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist mit ihren engen Gassen und historischen Häusern der zentrale Ausgangspunkt für jede Erkundung der Stadt. Oberhalb der Altstadt thront die Zarin-Samuil-Festung, benannt nach Zar Samuil, unter dem Ohrid im frühen 11. Jahrhundert kurzzeitig Hauptstadt eines bulgarisch-slawischen Reiches war. Die Festungsmauern erreichen an manchen Stellen bis zu 16 Meter Höhe und bieten von oben einen der schönsten Panoramablicke über Ohrid und den See.

  • Die Anlage ist in der Regel dienstags bis sonntags von etwa 9 bis 16:30 Uhr zugänglich (aktuelle Zeiten lohnt es sich vor Ort noch einmal zu prüfen)

2. Kirche St. Johannes von Kaneo

Die Kirche des Heiligen Johannes von Kaneo ist das wohl meistfotografierte Bauwerk Nordmazedoniens und ziert nahezu jeden Reiseführer zum Land. Sie stammt aus dem 12./13. Jahrhundert und ist kunsthistorisch eher unbedeutend, ihre spektakuläre Lage auf einer Klippe direkt über dem türkisfarbenen Ohridsee macht sie trotzdem zu einem Pflichtstopp.

  • Der ehemalige Fischerort Kaneo, in dem die Kirche liegt, lässt sich bequem zu Fuß über die Uferpromenade von der Altstadt aus erreichen.

3. Kirche St. Sofia

Die Sophienkirche war einst die Kathedrale des alten Ohrider Bischofssitzes und zählt zu den bedeutendsten byzantinischen Kirchenbauten des Balkans. Sie wurde bereits 1035 geweiht und beeindruckt im Inneren mit gut erhaltenen Fresken aus verschiedenen Jahrhunderten.

  • Die Kirche liegt mitten in der Altstadt und ist tagsüber für Besucher von 9 bis 18 Uhr geöffnet, ein kleiner Eintritt von ca. 2 € wird an der Kasse vor Ort fällig.

4. Kloster Sveti Naum

Am südlichen Ende des Sees, nahe der albanischen Grenze, liegt das Kloster Sveti Naum mit seiner berühmten türkisfarbenen Quelle. Die Klosteranlage selbst ist kostenlos zugänglich, lediglich für den Parkplatz wird eine kleine Gebühr fällig. Zwischen frei umherlaufenden Pfauen, kleinen Bootsfahrten auf der Quelle und Restaurants mit Seeblick lässt sich hier problemlos ein halber Tag verbringen.

  • Alle Details zur Anreise, den Kosten und Insider-Tipps gibt es im ausführlichen Sveti-Naum-Guide.

5. Plaošnik

Plaošnik ist eine archäologische Stätte oberhalb der Altstadt, direkt neben der Kirche der Heiligen Kliment und Pantelejmon gelegen. Der Ort gilt als eines der ältesten christlichen Zentren auf dem Balkan und wird eng mit dem Wirken des Heiligen Kliment von Ohrid in Verbindung gebracht, einem Schüler der Slawenapostel Kyrill und Method. Neben der Kirche lassen sich Ausgrabungen einer frühchristlichen Basilika mit gut erhaltenen Bodenmosaiken besichtigen.

  • Der Rundweg lässt sich gut mit einem Besuch der Zarin-Samuil-Festung kombinieren, da beide nur wenige Gehminuten voneinander entfernt liegen.

6. Bay of Bones – Museum on Water

Nahe der Ortschaften Peštani und Gradište liegt die Bay of Bones, ein rekonstruiertes Pfahlbaudorf aus der späten Bronze- und frühen Eisenzeit (ca. 1200–700 v. Chr.), das auf Stelzen über dem Wasser steht. Bei Ausgrabungen wurden hier neben Keramik und Werkzeugen auch zahlreiche Tierknochen gefunden, denen die Bucht ihren Namen verdankt.

  • Der Eintritt liegt bei umgerechnet nur wenigen Euro (ca. 150 Denar für Erwachsene, 60 Denar für Kinder), montags bleibt das Museum geschlossen. Viele Bootstouren zum Kloster Sveti Naum legen hier ebenfalls einen kurzen Stopp ein, wer mehr Zeit haben möchte, kommt besser mit dem Auto oder einer eigenen Tour.

7. Höhlenkloster Kalishta

Nahe der Stadt Struga, direkt am Westufer des Sees, liegt das Höhlenkloster Kalishta in einer eindrucksvollen Felslandschaft. Der Komplex besteht aus insgesamt vier Kirchen, darunter zwei Höhlenkirchen, und beherbergt eine der bekannten „Schwarzen Madonnen“ Nordmazedoniens, der von Gläubigen bis heute besondere Bedeutung zugeschrieben wird.

  • Die Lage direkt am Seeufer, umgeben von steilen Felsen, macht Kalishta zu einem der ruhigeren und weniger überlaufenen Ziele am See.

Unser Fazit: Zwischen Höhlenklöstern und einem rekonstruierten Pfahlbaudorf lohnt es sich, den Ohridsee im eigenen Tempo zu entdecken. Wir haben die besten Highlights in 48 Stunden besucht. Mehr dazu findest du hier: 48 Stunden in Ohrid – Der perfekte 2-Tage-Trip am Ohridsee.

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Julia von Wonders and Waves

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